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Tschüss WhatsApp, hi Threema

WhatsApp nervt mich immer wieder einmal. Es verbindet schlecht in bestimmten WiFis – vielleicht wegen den Datenpaketen – kenne mich da nicht so aus, aber muss ich auch nicht. Ich will die App ja nur nutzen, ohne wiederholt auf die gleichen Fehler zu stoßen. Bislang war es mir auch wurscht, dass in öffentlichen WLAN-Netzen Hacker meine Kommunikation auslesen KÖNNTEN. Weil meine Kommunikation über WhatsApp ausnahmslos privater Art gewesen ist, ich keine Nacktfotos verschicke und niemandem meine Bankdaten schreibe.

WhatsApp nicht mehr nur Privat

Inzwischen hat sich aber ein Teil meines Arbeitslebens in die WhatsApp Gruppen verirrt. Jetzt werden Rankings, Linktipps und persönliche Meinungen über Dienstleistungen, Firmen und Mitbewerber ausgetauscht, teils als Text, teils mit Screenshots oder Fotos. WhatsApp ist jetzt zu einem kleinen Teil Arbeitsmittel geworden und muss daher kritischer betrachtet werden.

WhatsApp kann Telefonate mitschneiden

Dass WhatsApp in öffentlichen WLANs unsicher ist, wissen und akzeptieren wir alle. Auch die neuen Anschuldigungen zur Übertragung aller Standorte, Fotos, Texte und sogar außerhalb der App geführten Telefonate an amerikanische Server tangiert mich nur perifer. Was sollen die Amis mit meinen Gesprächen zu Linknetzwerken oder dem neuen Markup der Konkurrenz? Dennoch muss ich es ja nicht herausfordern. Und ich kann mit einem Wechsel zu einem anderen Messenger auch ein Zeichen setzen, das bei manchen Kommunikationspartnern von vornherein Vertrauen schafft.

Threema statt WhatsApp

Threema LogoIch verlasse WhatsApp nun und wechsle zum schweizer Service Threema. Den gibt es für Android und iOs Geräte. Er kostet einmalig über €1,- Euro aber das ist es mir natürlich wert. Die Zeit schreibt, Threema sei eine App, um die NSA zu ärgern. Threema verschlüsselt Profile, Telefonnummer und sämtliche Nachrichten asynchron von einem Gerät zum anderen. Das heißt, die Daten werden nicht auf dem Weg zwischen zwei Smartphones noch einmal auf einem Server ent- und wieder verschlüsselt. Was mein Gerät verlässt, kann nur vom Empfänger gelesen werden. Naja, mir ist schon klar, dass alles was ein Mensch programmiert, ein anderer auch hacken kann, aber ganz so leicht ist das bei Peer 2 Peer Kommunikation halt nicht. Ich verzichte zwar dadurch auf einigen Komfort, nämlich das unkomplizierte Anschreiben neuer Kontakte. Aber Faulheit und Ignoranz sind nicht Teil meines Charakters wenn’s um etwas geht, das mir wichtig ist.

Was kann Threema

  • Fotos & Videos versenden und empfangen
  • Standorte übermitteln
  • Zugestellt und Gelesen Stati anzeigen
  • Gruppenchats bis 20 Teilnehmer
  • Peer to Peer Verschlüsselung

threema screenshot

Weitere WhatsApp Alternativen

Ich habe line ausprobiert, die in Japan meist genutzte App, BlackBerry Messenger und Joyn, die App von T-Mobile, Vodafone und 02. Bin nicht überzeugt gewesen und bleibe jetzt bei Threema. Ich denke, dass mir jetzt einiges an Kommunikation verwehrt bleibt, da selbst viele iPhone Nutzer aus meinem Freundeskreis lieber in WhatsApp schreiben, statt per imessage. Aber das hat auch einen großen Vorteil: mehr Ruhe. :)

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4 Kommentare zu “Tschüss WhatsApp, hi Threema

  1. Pingback: Facebook kauft WhatsApp für 16 Milliarden Dollar | Hier kann ich sein

  2. „Threema läuft super. Muss nur noch meine Freunde überzeugen“ hallt es derzeit weit und breit. Hast Du auch mal einen vernünftigen Jabber-Server aus Deutschland getestet? Mit nativer OTR-Verschlüsselung ein den gleichen „Gimmicks“. VoIP- und Video-Chat sind ebenfalls möglich ;-)

    • Nein, Jabber habe ich seit zig Jahren nicht mehr genutzt. Als ich jünger war, habe ich den Miranda Desktop Client installiert, um mehrere Chat Accounts in einer Oberfläche zu bündeln. Damals kam mir Jabber das erste Mal unter die Augen und ich habe mich registriert. Aber seitdem habe ich es nicht ein einziges Mal wieder benutzt, da in all den Jahren keine Notwendigkeit herrschte. Wäre natürlich toll, wenn eine Smartphone App auch einen Desktopclient hätte. Dann könnte ich am PC weiter in der Kommunikation bleiben, ohne auf diesen kleinen Tasten am Handy rumzutippen.

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