BigBrother Google

„Google kann eine sehr wichtige Quelle von Geheimdiensten werden.“

So der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar in einem langen Artikel bei welt.de

Der laut einer Umfrage beliebteste Arbeitgeber Amerikas muss sich laufend für kleine „Missverständnisse“ mit dem Datenschutz rechtfertigen. Er speichert jetzt die Suchanfragen jedes einzelnen Menschen auf der Welt nicht mehr für immer, sondern nur noch 18 Monate lang.

Für jeden Nutzer lassen sich umfangreiche Profile erstellen. Google Mail speichert die Nachrichten, Google Maps auf dem iPhone lässt ständiges Anpeilen zu, Dienstpläne und Arbeitsaufträge kann der Abteilungsleiter bei Google Docs And Spreadsheets und der Arzt Krankenakten bei Google Health verwalten.

Google Schlafkapsel

Eigentlich zum Schlafen gedacht, aber wer weiß, ob man beim Träumen allein ist?

Die US Regierung darf durch die Gesetze nach der großen Angstwelle nach dem 11. September alle Nutzerdaten von Firmen einsehen. Google ist demnach verpflichtet ohne der Öffentlichkeit Bescheid zu sagen, sämtliche Informationen über seine Nutzer herauszugeben. Das gilt auch für user aus Deutschland.

Nachdem jetzt mit Google Chrome auch ein Browser des Multikonzerns zur freien Verfügung steht, ist es nicht einmal mehr nötig, die Google Toolbar zu installieren, um beim Surfen beobachtet zu werden. Jetzt sind tatsächlich alle Fakten wie

  • besuchte Seiten
  • Verweildauer auf einzelnen Seiten
  • Klicks auf Links, Bestellbuttons und Google AdSense
  • Downloads, YouTube Videos und beim Hochladen von Dateien auch
  • die Festplatte

von Google ohne jeglichen Aufwand erfassbar. Natürlich macht Google das nicht oder eben nur im Rahmen der für das Internet geltende Datenschutzrechte.

American Beauty - Ein Google Mitarbeiter entspannt in der Pause

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Also keine Sorge, man kann man sich nach wie vor sorglos zurücklehnen, wie hier ein Google Mitarbeiter in der Firmeneigenen Schaumstoff Badewanne.

Die Paps von Google, Larry Page und Sergey Brin, lieben die Öffentlichkeit. Auf vielen Diskussionstreffen zu Computer- und Internettagungen fahren sie gemeinsam um der Welt zu zeigen: „Sehr, her, wir sind die zwei Jungs, die in der Garage eine Suchmaschine programmiert haben. Wir sind wie ihr!“ Und das funktioniert auch ganz gut.

Zwar gibt es gerade nach offiziellen Aussagen wie „wir wollen die Welt verbessern“ oder „wir möchten alle Daten dieser Welt für alle zugänglich machenoftmals Proteste von Professoren, Analysten und sonstigem Geschmeiß, aber was wissen die schon über ein Unternehmen, das seit 10 Jahren ein buntes Logo trägt, das irgendwie kindlich wirkt.

Blumen und Liebe - Auch in der Kantine gibt es nur Bio-Lebensmittel

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Toll für Webmaster ist auch das kostenlose Analyse Tool, das Google von einem bankrotten Online Marketing Unternehmen gekauft und bearbeitet hat. Wer will, kann seine Seite damit professionell kontrollieren lassen. Besucherströme, Seitenaufrufe, Suchbegriffe, Verweildauer und vieles mehr kann der Betreiber der Seite damit auslesen. Google auch. Bietet Google aus purer Menschenfreundlichkeit Dienste und Programme an, für die man normalerweise 100 Euro++ pro Monat zahlen müsste?

Und warum sind die Rechenzentren von Google stets versteckt, geheim gehalten und tragen keine Firmenlogos? Wahrscheinlich, damit sie nicht von Hackern gefunden werden, die direkt mit dem Laptop vor Ort fahren, um zu kucken, wie das Ranking funktioniert oder was Lieschen Müller an den Hannes gemailt hat. Das geht auch keinen was an.

Naja und äh wer ist weltweit der größte Internetwerbe-Agent?

Egal, das kann man eh alles bei welt.de nachlesen: Zum Artikel über Google bei welt.de

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